Stiftungspreis

Die Stiftung "Wald, Wild und Flur in Europa" würdigt in Abständen besondere Leistungen nach dem Stiftungszweck mit einem Stiftungspreis. Die Leistungen des Preisträgers sollen einem sehr guten Beispiel für die Ehrfurcht vor allem Lebendigen und dem selbstlosen Einsatz für Natur, Umwelt und weidgerechter Jagd entsprechen.

Die Verleihung kann an Einzelpersonen, Gruppen oder Vereinigungen erfolgen. Mitglieder des Ordens "Der Silberne Bruch sind von der Verleihung ausgeschlossen.

Der Preis besteht aus einer Urkunde, der Antaios-Medaille und einem Geldbetrag, die auf einem Konvent des Stifters vergeben werden,

Das Vorschlagsrecht für eine Preisvergabe liegt bei den Untergliederungen (Bereiche) der Landesgruppe Deutschland. Über den Vorschlag entscheiden die Stiftungsorgane gemeinsam.

Mit dem Preis ist ein Geldbetrag verbunden, den der Preisträger für seine Arbeit verwenden kann. Die Höhe wird nach der aktuellen Finanzlage der Stiftung und Förderwürdigkeit des Projektes von den Stiftungsorganen für jeden Einzelfall festgelegt.

Träger des Stiftungspreis und der Antaios Medaille sind:
 

Mit dem Stiftungspreis und der Antaios Medaille wurden seit 1991 ausgezeichnet

  • 2019 Deutsche Wildtier Stiftung
    für die Ermittlung und Qualifizierung von Winter- und Sommerhabitaten der Gämse im bayerischen Alpenraum und deren     Abgleich mit konkurrierenden Nutzungsansprüchen als Grundlagen für wildbiologisch sinnvolle Wildruhezonen und  eine weidgerechte Bejagung.
  •  2017 Bundesverband Deutscher Berufsjäger e.V.
    für seine langjährigen Verdienste um die Förderung weidgerechter Jagd als Standesvertretung der Berufsjäger und eine zukunftsweisende Initiative für eine ergänzen-de Ausbildung der Berufsjäger zur übergreifenden Beratung in den Revieren. 
  • 2014 Verein „Hirschmann e.V.“
    für seine Verdienste um den Erhalt und Wei-terentwicklung der Rasse des Hannoverschen Schweißhundes (Deutscher Schweißhund) und seine gerechte Führung; den Erhalt dieses einmaligen und traditionsreichen jagdlichen Kulturgutes sowie die damit verbundene Förderung weid- und tierschutzgerechten Jagens.
     
  • 2012 Forum Lebendige Jagdkultur e.V.
    für aktuelle Aufgaben zur Förderung der Jagdkultur insbesondere des jagdlichen Brauchtums in der Jungjä-gerausbildung Nationalpark Nördlicher Oberpfälzer Wald e. V. für ver-schiedene Artenschutz-Projekte (Fledermaus, Feuersalamander) im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt.
     
  • 2008 Natur- und Umweltpark, Güstrow,
    für seine Aktivitäten im Umwelt-schutz, insbesondere im Bereich der Umweltbildung für Kinder und Ju-gendliche.
     
  • 2006 Forschungsanstalt
    für Waldökologie und Forstwirtschaft, Trippstadt für die Entwicklung von Verfahren zur Erfassung der Dynamik und der Bestandsdichten von Wildschweinpopulationen im Rahmen der Be-kämpfung der Europäischen Schweinepest,
     
  • 2005 Fischereibruderschaft zu Bergheim an der Sieg
    für die nachhaltige Hege. Pflege und Bewirtschaftung der Fischbestände an Rhein und Sieg seit über 1000 Jahren und die Bemühungen zur Bewahrung der Traditi-on eines alten Kulturguts. 
     
  • 2003 Verein Naturschutzpark e. V., Niederhaverbeck
    für die Bemühungen um den Schutz des Birkwildes und die Erhaltung seines Lebensraums in der Lüneburger Heide.
     
  • 2002 Deutsches Fischerei- und Jagdmuseum, München
    für Verdienste um die öffentliche Darstellung der historischen Entwicklung und der gegen-wärtigen Bedeutung von Jagd und Fischerei als Teil unserer Kultur.
     
  • 2001 Arbeitskreis Lehr- und Versuchsrevier Erftstadt,
    für die Bemühungen um die Erhaltung und Neuschaffung von Lebensräumen für die heimi-sche Tier- und Pflanzenwelt, 
     
  • 2000 Jagdgebrauchshundeverein Niederbayern/ Oberpfalz
    für Verdienste um die Zucht, Ausbildung und Prüfung firmer Jagdhunde.
     
  • 2000 Schweizer Museum
    für Wild und Jagd auf Schloss Landshut in CH Utzendorf, Kanton Bern für Verdienste um übergreifende Aktivitäten zur Umweltbildung am Beispiel von Jagd und Natur.1999 WWF-Auen-Institut, Rastatt für die Erhaltung des Naturschutzgebiets/ Europareservats "Kühkopf-Knoblochsaue". 
     
  • 1998 Museum Jagdschloß Granitz, Bergen auf Rügen
    für übergreifende Ak-tivitäten zu Jagd, Naturschutz und Umweltbildung.
     
  • 1996 Arbeitsgruppe "Waldhühner in Baden-Württemberg"
    für den Schutz des Haselhuhns im Schwarzwald. 
     
  • 1995 Fischschutzverein Bröltal e.V., Ruppichterroth
    für den Schutz von Meerforelle und Lachs in Nebenflüssen des Rheins. 
     
  • 1995 Deutscher Jagdrechtstag e.V., Köln
    für Verdienste um das Jagd-, Natur- und Umweltrecht in den neuen Bundesländern. 
     
  • 1993 Umweltschutzverein Wahlstedt e.V.
    für die Aktion ,"Rettet die Bäume/ Rettet den Wald". Landeskonvent D in Eisenach.
     
  • 1991 Jägervereinigung Feuchtwangen/ Mittelfranken im Landesjagdverband Bayern e.V.
    für das "Rebhuhnprogramm Artenreiche Flur"

 

 

Antaiosmedaille

Der Forstmann und Maler  Walther Niedl (1910 -1999) schuf für die „Stiftung Wald, Wild und Flur in Europa" die Antaios-Medaille, mit der herausragende Aktivitäten für die Stiftungsziele ausgezeichnet werden.

Am Rande der griechischen Mythologie wird berichtet:  

Aus der Liebesbeziehung der Erdgöttin Gaia und des Gottes der Meere Poseidon ging Antaios hervor, ein Riese begabt mit sich stets erneuernder jugendlicher Kraft, solange er seiner Mutter Erde verbunden blieb.
Der Halbgott Herakles, Sohn des Zeus und der Alkmene, forderte Antaios zum Ringkampf auf und vermochte diesen nicht zu bezwingen, solange er fest auf der Erde stand. Erst als es Herakles gelang, ihn hoch in die Luft zu reißen, schwanden seine Kräfte und er wurde erwürgt.

Die Symbolik dieser Sage hat auch in unserer Zeit noch Gültigkeit: 

Das Schicksal des Antaios gemahnt uns, die innige Verbindung mit unserer Mutter Erde nie zu verlieren, wenn wir bestehen und überleben wollen.
 
Die Natur bietet dem Menschen großzügige Spielräume zur nachhaltigen Nutzung ihrer Schätze und Ressourcen. Die Akzeptanz der dabei zu wahrenden Grenzen wird zur zentralen Frage des Überlebens.

Das Blattwerk des Ginkgo, des ältesten Baumes der Schöpfung, umgibt auf der Medaille Antaios als Sinnbild für Widerstandskraft und Überlebenswillen.