Mortalität im Rahmen der Rehwildrettung
| Projektförderung |
Um Wissen zu den Auswirkungen der Rehkitzrettung auf das Rehwild zu erhalten, hat die Wildlife Conservation Forst Eibenstein (WCFE) eine Studie gestartet.
Die Rehkitzrettung gewinnt seit Jahren zunehmend an Bedeutung, da sie den Schutz junger Wildtiere während der Mahd im Grünland zum Ziel hat. Trotz zahlreicher (häufig nicht-jagdlicher) Initiativen bestehen bislang Wissenslücken über die Auswirkungen der Rettungsmaßnahmen auf die Überlebensrate und die spätere Populationsdynamik des Rehwildes. Die Wildlife Conservation Forst Eibenstein (WCFE), Neunburg vorm Wald, hat eine Studie begonnen, um belastbare Daten zur Mortalität der Kitze und zur Wiederannahme der Kitze durch die Geiß zu erheben sowie die Auswirkungen auf die Population zu bewerten.
Das Projekt will drei zentrale Fragestellungen untersuchen:
- Wie häufig werden Kitze von der Geiß nach der Freilassung wieder akzeptiert?
- Wie hoch ist die Mortalität der geretteten Kitze im Vergleich zu den aus der Literatur bekannten natürlichen Mortalitätsraten?
- Inwiefern beeinflusst die Rehkitzrettung die Populationsdynamik des Rehwildes in den untersuchten Gebieten?
Die Studie entsteht in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. habil. Sven Herzog und Hanna Gellner, MSc (Dozentur für Wildökologie und Jagdwirtschaft, Technische Universität Dresden) und mit Prof. Dr. Hackländer (Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, Universität für Bodenkultur, Wien). Die Laufzeit des Projekts ist auf fünf Jahre angelegt; der Abschlussbericht soll 2029 vorgelegt werden.
Die Stiftung unterstützt dieses Projekt mit 2.000,00 €. Anlässlich eines Rehwildseminars in Berchtesgaden haben Hans Renner und Harald Kilias vom Vorstand der Stiftung den Spendenscheck an die stellvertretende Vorsitzende des WCFE, Caroline Donhauser, überreicht.
Informationen zum Projekt
Bild:

Empfänger:
Wildlife Conservation Forst Eibenstein (WCFE)
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