Wald im Klimawandel – Chancen und Risiken des Anbaus nicht heimischer Arten: die Libanon-Zeder

Der Wald erfüllt für die Gesellschaft und den Naturschutz vielfältige Wohlfahrtswirkungen: Rohstoff Holz, Klimaschutz, Trinkwasserschutz, Erholungsmöglichkeit und wesentlicher Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Der Klimawandel hat durch Hitze, Trockenheit und Sturmschäden den Wald schon sehr stark belastet. In der Folge sind auch massive Schäden durch Schädlinge zu verzeichnen, z.B. durch den Borkenkäfer bei der häufigsten Baumart Fichte. Zu befürchten ist, dass in vielen Regionen manche der heimischen Baumarten nicht mehr gedeihen und der Wald seine Ökosystem- und Wirtschaftsleistungen nicht mehr ausreichend erbringen kann.

Am Ökologisch-Botanischen-Garten (ÖBG) der Universität Bayreuth wird seit längerem untersucht, inwieweit nicht heimische Baumarten anbaubar wären, die wärmeunempfindlicher sind. Diese sollten in ihrem Herkunftsland unter Klimabedingungen wachsen, wie sie bei uns zu erwarten sind.

Die Libanon-Zeder (cedrus libani) ist nach ersten Erfahrungen im ÖBG eine aussichtsreiche Alternative. Aus Samen der dortigen Zedernbestände wurden Jungpflanzen angezogen und damit auf unterschiedlichen Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz Versuchsflächen angelegt.

Ziel ist es, im Rahmen studentischer Abschlussarbeiten auf diesen Versuchsflächen das Wachstum, das Konkurrenzverhalten und die Schäden der Libanon-Zeder zu ermitteln. Die Stiftung unterstützt die Sachkosten der Bachelor- und Masterarbeiten.