Neunburger Natur- und Feldhühnerprojekt

 „Die Feldhühner, Boden- und Heckenbrüter im vorderen Bayrischen Wald haben eine Chance verdient“ lautet das Motto für das öffentliche und offene Projekt bei Neunburg vorm Wald zur Förderung der Region, des Tourismus, der Wildtiere und der Natur sowie zur Schaffung von Transparenz und Nachhaltigkeit zwischen allen Naturschützern.

Es handelt sich dabei um eine private Artenschutzinitiative der Familie Donhauser, Jürgen und Carolin Donhauser, Forst Eibenstein,

Gutenbergstraße19, 93128 Regenstauf.

www.forst-eibenstein.de

Gemeinsam mit allen Landnutzern (Landwirte, Jäger, Naturfreunde) wird seit 2016 in der Oberpfalz rund um Neunburg der nachgewiesenen negativen Bestandsentwicklung der Bodenbrüter und des Niederwilds systematisch entgegen gewirkt.

2018 startete die private Artenschutzinitiative der Familie Donhauser (Fa. Forst Eibenstein) das „Neunburger Natur- und Artenschutzprojekt“ auf den Pacht- und Eigentumsflächen der Fa. Forst  Eibenstein in den Revieren Stockarn, Mittscherau und Nefling auf ca.1500 ha.

Die örtliche Kreisjägerschaft, die Jagdgenossenschaft, Landwirte, das Forstamt, der Fischereiverein, der Zweckverband Oberpfälzer Seenland, das Wasserwirtschaftsamt und die Stadt Neunburg beteiligen sich und unterstützen das Projekt. 

Als Fachpersonal sind von Forst Eibenstein Wildlebensraumberater, Berufsjäger, sowie Garten- und Landschaftsbauer in das Projekt eingebunden.

Durch Lebensraumverbesserungen (Lauf-/Streifgebiete, Brachflächen, Äsung/Nahrung, Deckung), Information der Öffentlichkeit und Lebensraummanagement mit Jagd als integralem Bestandteil (Prädatorenbejagung) werden die Rahmenbedingungen für Vögel und Niederwild anhand der Leitarten Rebhuhn und Fasan nachhaltig verbessert.

Die Stiftung förderte das Projekt mit € 2000,00

Das Projekt wird in drei Paketen durchgeführt, die nebeneinander über die nächsten Jahre realisiert werden:

 

1.         Öffentlichkeit-Bildung-Tourismus

Realisiert und aktualisiert ist das Aufstellen von Infotafeln mit wechselnden Inhalten zu Wildtieren, Biotopen und Artenschutz der Region. Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt mit Jagdgenossen und Landwirten, die die Flächen bereitstellen und Maßnahmen zu Biotopverbesserung untereinander absprechen. Eine Verständnisplattform für den Naturtourismus entwickelt sich.

 

2.         Konkretes Biotop-Projekt Mitteraschau

Die Projektvorbereitungen laufen bereits seit 2016. Schau- und Demoflächen für die Hege und Förderung des Niederwilds und der Bodenbrüter sind in 2017 angelegt worden. Biotopschutz-Maßnahmen (Heckenpflege, Anlage von Struktur- und Dauerflächen, Blühflächen, Kies- und Sandflächen) für Fasan, Rebhuhn und Hase werden als Gemeinschaftsprojekt mit Landwirten und Jagdgenossen fortgesetzt. Eine  Fasanerie zur Nachzucht von auszuwildernden Fasanen und Rebhühnern zur Stärkung des Besatzes entsteht.

 

3.         Erweitertes Biotop-Projekt Stockarn / Eixendorfer See

Wichtige Flächenvereinbarungen sind getroffen und realisiert mit  Schwerpunkt Heckenpflege, Teichwirtschaft und Seeufergestaltung. Biotopschutzmaßnahmen als Gemeinschaftsprojekt wie Streuobstwiesen als Lehr- und Projektwiese für Schulklassen mit Hinweistafeln und Unterrichtsmaterialien sind verwirklicht.